{"id":97013,"date":"2023-10-20T18:40:12","date_gmt":"2023-10-20T18:40:12","guid":{"rendered":"https:\/\/sportsrabbi.com\/?p=97013"},"modified":"2023-10-23T19:22:38","modified_gmt":"2023-10-23T19:22:38","slug":"barloschky-gucke-da-immer-so-ein-bisschen-nach-berlin-ruber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sportsrabbi.com\/en\/barloschky-gucke-da-immer-so-ein-bisschen-nach-berlin-ruber\/","title":{"rendered":"Barloschky: \u201eGucke da immer so ein bisschen nach Berlin r\u00fcber\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der Partie der Veolia Towers Hamburg nahm sich Towers-Headcoach Benka Barloschky Zeit, um ausf\u00fchrlich \u00fcber verschiedene Themen zu sprechen. Das 35 Jahre junge Towers-Urgestein blickt auf seinen Werdegang zur\u00fcck, spricht \u00fcber den schwierigen Saisonstart, die Entwicklung des Klubs und \u00fcber das morgige Spiel mit ganz speziellen Vorzeichen gegen Hapoel Tel Aviv. <\/p>\n<p><strong>LF: \u201eDu hast selbst fr\u00fcher Basketball gespielt. War es dein Ziel, Profi zu werden?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eDas Ziel war es auf jeden Fall. Ich habe in Bremen vorher schon auf relativ hohem Niveau gespielt, aber ich war noch sehr jung. Und als die NBBL gegr\u00fcndet wurde \u2013 mein 1988er-Jahrgang war der erste \u2013, kamen die Oldenburger auf mich zu und haben mich aus Bremen herausrekrutiert sozusagen. Das war schon eine spannende Geschichte \u2013 und dann mit Bundesliga-Anschluss und der zweiten Mannschaft damals noch in der 1. Regionalliga. Das war einfach ein gutes Gesamtprodukt. Da hatte ich schon auch das Ziel, Profisportler zu werden.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eDazu kam es dann nicht wegen deiner Beckenverletzung. Ist das etwas, was dich heute noch beeintr\u00e4chtigt?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eJa, schon. Das ist etwas, was mich, glaube ich, auch bis zu meinem Lebensende beeintr\u00e4chtigen wird. Ich habe das ganz gut im Griff mit Physiotherapie unter anderem. Das st\u00f6rt mich jetzt nicht im Alltag, aber wenn ich jetzt noch das Sportpensum etwas hochfahren w\u00fcrde, selber noch ein bisschen mehr Basketball spielen w\u00fcrde \u2013 ich schaffe es jetzt nicht mehr so richtig, aber im Sommer schaffe ich es noch ein wenig kontinuierlicher \u2013, merke ich es schon.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eDu hast dann sehr fr\u00fch angefangen, selbst zu coachen. Eigentlich sehr ungew\u00f6hnlich, dass man in dem jungen Alter [25 Jahre, Anm. d. Red.] reinkommt in einen Headcoach-Job auf relativ hohem Niveau. Du hast sogar gleich in der dritten Liga gecoacht in Stade. Wie kam es dazu?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eIch habe damals in Stade in der Mannschaft gespielt, die ich dann auch als Coach \u00fcbernommen habe, und mein damaliger Trainer, Matthias Weber, der jetzt 3&#215;3-Bundestrainer ist, hatte mich schon im Laufe der Saison schon informiert, dass das seine letzte Saison werden soll, weil er ein bisschen k\u00fcrzertreten wollte. Er hat mich dann gefragt, ob ich mir vorstellen k\u00f6nnte, das dann zu \u00fcbernehmen, weil er das in mir gesehen hat. Und ich habe das jetzt selber in mir gar nicht so gesehen. Aber er hatte da viel Vertrauen und mir immer wieder best\u00e4tigt, dass ich das gut k\u00f6nnte und ich da Talent habe. Und dann hat sich das so entwickelt \u00fcber das Jahr. Dann kam diese Verletzung dazu. Da war dann auch klar, dass ich nicht mehr ewig weiterspielen k\u00f6nnte und ich das herunterfahren muss. Und dann hat das vom Timing her einfach gut gepasst. Ich habe mich das getraut und es war \u2013 klar \u2013 eiskaltes Wasser: dritte Liga, der Aufstieg als Spieler noch, direkt im n\u00e4chsten Jahr als Trainer und noch viele Freunde in der Mannschaft gehabt. Das war schon eine besondere Konstellation. Das hat Spa\u00df gemacht. Wir sind dann nat\u00fcrlich auch direkt wieder abgestiegen. Das war schon ein Sprung ins eiskalte Wasser, und es war wahrscheinlich auch zu schnell. Aber ich durfte machen, ich habe Erfahrungen gesammelt, mich ausprobieren d\u00fcrfen. Das war auf jeden Fall cool.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eZu viel Prozent war das ein Profiteam in Stade damals?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eIch glaube, wir hatten zwei professionelle Spieler \u2013 eigentlich anderthalb. Das ist f\u00fcr den Standort Stade auch ein Wagnis gewesen. Das war klar. Wir haben es sportlich geschafft. Dann ging es darum: Wenn wir nach oben wollen, k\u00f6nnen wir das \u00fcberhaupt wahrnehmen? Da ging es viel um die Halle und die Logistik. Das war eine Riesenherausforderung. Und dann war klar: Wenn wir das machen, ist nicht mehr Geld da, als in der 1. Regionalliga auch da war. Wir nehmen den ganzen Aufstiegskader und verst\u00e4rken uns mit einem Ausl\u00e4nder, und so muss es dann auch reichen. Man muss ganz ehrlich in der Nachbetrachtung sagen: Die Qualit\u00e4t in der Mannschaft hat auch einfach nicht gereicht. Ohne meine alten Kumpel auf die F\u00fc\u00dfe treten zu wollen, aber da war einfach nicht genug Substanz in der Mannschaft. Die Jungs, die abends zum Training nach Stade kamen, kamen aus dem B\u00fcro oder von der Uni und hatten auch ihren Kopf woanders teilweise. Dann darfst du dich nicht wundern, wenn du auch absteigst. Aber das war auch nicht schlimm. Das war dem Standort bewusst.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eHast du noch eine Ahnung, welche Idee du damals vom Basketball hattest?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eIch war nat\u00fcrlich total gepr\u00e4gt von Matthias [Weber], der ein gro\u00dfer Einfluss auf mich gewesen ist und auch nach wie vor ist. Da ging es immer sehr viel um Geschwindigkeit und die Reaktion aus dem Umschaltspiel \u2013 aus dem ersten Moment des Umschaltens Vorteile zu erspielen, diese Handlungsgeschwindigkeit. Ich glaube, wenn du ihn jetzt fragen w\u00fcrdest, ist er eigentlich gelangweilt von Systemen und solchen Sachen. Bei Matthias ging es immer darum: Das muss knallen, das muss schnell gehen, du musst im Kopf handlungsschnell sein, Entscheidungen treffen \u2013 das Spiel spielen lernen und nicht so sehr wie ein Roboter Systeme laufen. Das war ihm damals immer sehr, sehr wichtig, und das hat mich damals nat\u00fcrlich auch gepr\u00e4gt. Das habe ich damals auch versucht, aber ich hatte damals nicht das Knowhow, um das so beizubringen in den Details wie ich das vielleicht heute kann. Aber die Idee war schon da: teamdienlicher Basketball, Ball bewegen.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eGar nicht mal so anders wie der Basketball, den ihr heute spielen wollt von der ganz groben Idee her.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eBei uns rumpelt es vom Ergebnis her noch ein bisschen, aber ja, die Idee ist schon da.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eDann bist du zu den Towers in deren Gr\u00fcndungszeit gekommen.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong>\u201eIm Gr\u00fcndungsjahr war ich noch in Stade, aber ich war Hospitant. Ohne dass ich eine Verbindung hatte, bin ich einfach ganz viel bei Hamed [Attarbashi] im Training gewesen, weil ich studiert habe und ich das mit der Uni ganz gut verbinden konnte und ich dann abends immer das Training in Stade hatte. Das hat also alles ganz gut gepasst. Dar\u00fcber ist der Kontakt entstanden. Wir haben irgendwann ein Vorbereitungsspiel bestritten im Sommer: Stade gegen die Towers. Und da kam Hamed auf mich zu und hat mich gefragt, wie ich weitermachen will und hat mir angeboten, in der n\u00e4chsten Saison \u2013 der zweiten Saison \u2013 bei den Towers zu sein und als Assistenztrainer zu kommen. Ich hatte eigentlich noch einen Vertrag mit Stade, aber gebeten, ob ich aus dem Vertrag herauskommen kann, weil das eine Riesenchance f\u00fcr mich ist. Ich sage das immer wieder an jeder Stelle: Ich habe ein Riesenherz f\u00fcr Stade, f\u00fcr den VfL. Ich bin immer noch dankbar. Das waren meine ersten Schritte, und ich habe viele Menschen kennengelernt, die mich supportet haben und mich auch in dieser Situation aus dem Vertrag herausgelassen haben und gesagt haben: \u201aJunge, geh\u2018. Das ist eine Chance, zweite Bundesliga zu coachen\u2018. Das war auch der richtige Schritt, weil ich auch mal einem Trainer \u00fcber die Schulter schauen konnte und nicht alles nur selber machen und freischwimmen musste. Das war schon gut.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eUnter mehreren Trainern warst du Cotrainer, hast aber auch mal parallel selbst gecoacht in Wedel in der dritten Liga. Du hast im Podcast Talkin\u2018 Basketball gesagt, dass Pedro Calles dich sehr beeinflusst hat. Welche Punkte haben dich am meisten fasziniert an ihm?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eIch glaube, dass wir, ohne dass wir vorher jemals dar\u00fcber gesprochen hatten damals, eine sehr, sehr \u00e4hnliche Vorstellung vom Basketball haben. Wir waren inhaltlich sehr nah beieinander, und das haben wir sehr schnell gegenseitig auch gemerkt. Deswegen ist daraus eine richtig sch\u00f6ne Chemie entstanden. Wir haben beide ein wenig so einen Verteidigungswahn. Diese Aggressivit\u00e4t und diese Grundtugenden im Basketball ist uns beiden einfach sehr, sehr wichtig. Das hat gut gepasst. Ich habe von ihm auch noch mal viel mitgenommen, was das so hei\u00dft, die Gruppe zu f\u00fchren: dass es verschiedene F\u00fchrungsstile gibt, wie man als Anf\u00fchrer einer Gruppe auf verschiedene Kn\u00f6pfe dr\u00fccken kann und wie man die gesamte Mannschaft besch\u00fctzt und f\u00fchrt. Das ist, glaube ich, eine seiner gro\u00dfen St\u00e4rken. Das war sehr lehrreich f\u00fcr mich.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eDu hast Jura studiert. Kannst du dieses Studium irgendwie f\u00fcr das gebrauchen, was du heute machst? Gibt es irgendwelche Haltungen, die du dadurch vielleicht erworben hast?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eDas ist eine spannende Frage. Eine Sache, die f\u00fcr mein ganzes Leben wahrscheinlich und nicht nur f\u00fcr den Beruf ein Mehrwert ist, ist das strukturierte Denken. Die juristische Denke ist ein ganz eigenes Fach, eine eigene Sprache, ein eigener Satzbau, eine eigene Kultur. Es gibt in der Regel einen Fall, eine Art juristisches Problem, und diesen Fall muss man dann l\u00f6sen. Das ist dann total durchstrukturiert, wie man zum Ergebnis kommen kann. Das hilft mir schon. Meine Notizen f\u00fcrs Training sehen immer noch aus, wie eine juristische Hausarbeit gegliedert w\u00e4re. Das sieht eins zu eins gleich aus, wie die Struktur aufgebaut ist. Diese Strukturiertheit hilft mir schon.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eWar das f\u00fcr dich ernsthaft damals ein Thema, das anzugehen? Hast du damals eher damit gerechnet, in das Trainerwesen zu gehen? Das ist nat\u00fcrlich sehr schwer planbar \u2013 gerade in Deutschland \u2013, diesen Weg nach oben zu gehen.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eGar nicht planbar. Es gibt diesen Berufsweg einfach nicht in Deutschland. Das sieht man ja auch alleine daran, dass Christian [Held], Anton [Gavel] und ich da sind in der Liga und sonst niemand. Es gibt auch den Berufsweg, wie man dort hinkommt, nicht im klassischen Sinne. Wir haben uns alle auf unterschiedlichsten Wegen dorthin gearbeitet. Aber das ist keine Blaupause f\u00fcr den n\u00e4chsten Trainer. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das so wird. Ich habe das Jurastudium schon ernst genommen auf jeden Fall. Mein Vater ist Jurist. Er hat auch einen gro\u00dfen Einfluss darauf gehabt. Ich habe dazu sowieso gute Gef\u00fchle \u2013 in der Kindheit bei ihm im B\u00fcro in der Kanzlei zu sein und auch mal mit ihm dort sein zu d\u00fcrfen. Das ist nat\u00fcrlich echt cool gewesen. Und dann vor allem auch nach dem Zivildienst: Das Jurastudium gibt dir noch mal eine gewisse Breite an M\u00f6glichkeiten. Das ist eine gute Grundlage, um andere Dinge zu machen. Ich hatte auch gro\u00dfes Interesse daran, in den Journalismus \u2013 Sportjournalismus \u2013 und ins Fernsehen zu gehen. Die Richtung hat mich auch sehr interessiert. Deshalb war das mein Studium der Wahl.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eAber jetzt bist du dort, wo du wahrscheinlich am liebsten sein wolltest \u2013 dann noch bei einem Team, das auch im EuroCup gleich spielt. Du hast den Start angesprochen, der ein bisschen rumpelig war bislang. Ihr habt ein sehr unerfahrenes Team, muss man sagen \u2013 gerade f\u00fcr den EuroCup. Ihr habt viele Spieler aus der zweiten Liga verpflichtet. Vielleicht muss man sogar sagen, dass die Jahre unter Pedro Calles [zweimal BBL-Playoffs] \u2013 auch von mir \u2013 f\u00fcr zu selbstverst\u00e4ndlich genommen wurden und die sehr erfolgreich waren. Wie siehst du die Entwicklung des Vereins im Allgemeinen?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eDas hat mehrere Komponenten. Erst mal sind die Jahre unter Pedro besondere Jahre gewesen. Ich bin selber auch Teil dieses Erfolgs gewesen und war mittendrin. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen \u2013 gerade f\u00fcr kleine Standorte \u2013, dass das erste Jahr noch das Corona-Jahr war, in dem die Struktur der ganzen Liga anders aussah, die Geh\u00e4lter sehr viel geringer waren. Da war es f\u00fcr die kleineren Teams, glaube ich, auch ein St\u00fcck weit leichter, in die Playoffs zu kommen oder zu overperformen. Im zweiten Jahr haben wir es, finde ich, \u00fcber eine unglaubliche Kraftleistung wieder geschafft. Im zweiten Jahr finde ich es noch beeindruckender als im ersten Jahr: dass wir es noch mal geschafft haben. Da hatten wir \u2013 auch eine gro\u00dfe von Pedros St\u00e4rken \u2013 die Achse mit Maik Kotsar und Justus Hollatz, diese zwei unglaublichen Spieler, die wir da im Kader hatten \u2013 dieser Luxus. Justus Hollatz wird mir fast noch zu wenig erw\u00e4hnt, den im Kader gehabt zu haben in den Jahren. Dann f\u00e4llt dir dieser Spieler weg, weil er uns entwachsen ist. Und den zu ersetzen, ist mit unseren finanziellen Mitteln, die wir haben, unm\u00f6glich. Das ist schon mal eine Sache. Dann ist es so: Dieses Wagnis EuroCup ist f\u00fcr mich und f\u00fcr uns auf der sportlichen Seite eine Riesenherausforderung. Wir wollen uns messen mit den gro\u00dfen Vereinen und Klubs in Europa \u2013 mit den besten Spielern und den besten Trainern. Und der EuroCup ist da schon sehr, sehr nah dran \u2013 und dabei bitte immer die Kirche im Dorf lassen; nicht vergessen, wer wir sind, wo wir herkommen und wo wir stehen als Organisation. Wir treten da nicht mit den gleichen Waffen an wie unsere Gegner. Das ist auch in Ordnung so. Das wollen wir auch so. Das wissen wir auch intern und das ist unsere Aufgabe, trotzdem Ruhe zu bewahren. Diese Niederlage gegen Paris, die wir gerade erfahren haben mit 36 Punkten, war David gegen Goliath.<\/p>\n<p>Ich gucke da immer so ein bisschen nach Berlin r\u00fcber. Sie treten in der EuroLeague an mit einer Mannschaft, die keine EuroLeague-Mannschaft ist auf dem Papier. Die werden ganz, ganz viele Spiele verlieren in diesem Jahr in der EuroLeague. Aber da ist nie Panik. Da ist immer Ruhe. Das ist unser Ziel. Das ist unsere und meine Aufgabe, das auszustrahlen. Das ist eine Liga, in der wir lernen wollen, uns messen wollen und in der wir auch weiterkommen und Spiele gewinnen wollen. Wir d\u00fcrfen uns aber nicht selber in den Fu\u00df schie\u00dfen, wenn wir Spiele verlieren. Das ist auch okay, wenn wir sie verlieren \u2013 wenn wir so spielen, wie wir spielen wollen. Die gro\u00dfe Herausforderung mit dem Start, den wir gerade haben, ist, dass die Kaliber Bayern M\u00fcnchen, Ulm, London, Paris und Prometey sind. Das sind sehr, sehr starke Gegner. Und jetzt gerade sind wir noch nicht auf dem Leistungsstand, dass wir gegen diese Teams f\u00fcr 40 Minuten mithalten. Wir waren es gegen Ludwigsburg am Anfang. Da haben wir ein sehr, sehr gutes Spiel gehabt. Wir haben auch gegen Bayern ein sehr gutes Spiel gespielt. Gegen London waren wir nah dran. Dann haben wir uns, glaube ich, ein wenig zu sehr von den Niederlagen unruhig machen lassen und waren ein bisschen zu negativ, zu verunsichert. Das hat man jetzt gegen Ulm richtig gesehen. Da hatten wir f\u00fcr drei Minuten mal so einen richtigen Einbruch. Da ging gar nichts mehr. Das ist jetzt unsere Aufgabe, uns jetzt dort rauszuarbeiten. Wir haben eine unerfahrene Mannschaft, aber die hat viel Potenzial, arbeitet unglaublich hart, und ich bin mir deswegen auch total sicher, dass wir uns da rausarbeiten. Wenn wir nur immer dieses Level halten, ist alles gut. Wir sind nicht daf\u00fcr da, im EuroCup mit 20 Punkten zu gewinnen. Das d\u00fcrfen wir nicht erwarten. Wir wollen wettbewerbsf\u00e4hig sein, wir wollen dagegenhalten. Wenn sich die Gegner an uns die Z\u00e4hne ausbei\u00dfen, ist alles in Ordnung. Dann kommen auch die Ergebnisse \u2013 wenn wir unser Spiel spielen. Das m\u00fcssen wir hinkriegen. Das haben wir gegen Ulm nicht gut gemacht.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eGibt es ein Ziel, das ihr euch f\u00fcr die BBL gesetzt habt?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eProzessziele. In diesem Jahr \u2013 das haben wir jetzt auch schon immer wieder geh\u00f6rt \u2013 ist die Liga quasi zweigeteilt. Es geht jetzt quasi darum, unter die ersten zehn zu kommen mehr oder weniger durch den neuen Modus. Ich bin da ganz ehrlich \u2013 auch da: Wir haben einen Spieleretat, bei dem wir noch nicht davon ausgehen d\u00fcrfen, dass wir sagen d\u00fcrfen, dass wir da reinkommen. Das ist einfach so. Da muss man ganz ehrlich sein. Wir haben eine gute Chance. Wir haben eine gute Mannschaft zusammen, gute Jungs. Aber da sind noch ganz andere Faktoren, die dazukommen, um am Ende auch da zu landen. Wir wollen erst mal guten Basketball spielen, die Fans begeistern, f\u00fcreinander da sein, jeden Tag besser werden, uns entwickeln. Das h\u00f6rt sich immer so langweilig an, aber das ist wirklich mein Ziel. Ich will vor allem auch eine gute Zeit mit den Spielern haben und erfolgreich sein f\u00fcr uns, dass wir es erst mal schaffen, wirklich das Jahr zu nehmen und am Ende des Jahres zu sagen: Das war ein geiles Jahr, das hat richtig viel Spa\u00df gemacht. Wir sind richtig viel besser geworden, wir haben so viel rausgeholt. Der Tabellenplatz am Ende \u2013 das d\u00fcrfen die anderen interpretieren, was dann Erfolg oder Misserfolg ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eIch habe das Gef\u00fchl, dass das in Hamburg nicht so ganz einfach ist, weil es nat\u00fcrlich auch eine sehr aggressive Medienlandschaft gibt. Wenn man in dieser Woche \u201aHamburg Towers\u2018 googelt, sieht man ein paar Artikel, wonach die Towers am Boden sind, der Trainer noch bleiben darf.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eIch lese es auch nicht, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich habe meine Meinung dazu. Ich antworte darauf h\u00f6flich und professionell und lese einfach die Artikel nicht. Es ist auch einfach \u2013 bei allem Respekt \u2013so weit weg von der Realit\u00e4t. Das ist das HSV-Ph\u00e4nomen. Dort ist das nun mal so: Sobald ein Punkt nicht geholt wird, der \u2013 von au\u00dfen gesehen \u2013 geholt werden muss, ist Krisenstimmung. Ich mag das nicht. Ich bin nicht so. Ich finde das immer so ein wenig populistisch und nach Schlagzeilen suchend. Das ist nicht mein Stil. Aber ich kann es auch nicht beeinflussen. Ich kann mich nur auf meine Arbeit konzentrieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eSiehst du ein bisschen die Gefahr, dass sich Spieler davon beeinflussen lassen? Zum Beispiel Jonas Wohlfarth-Bottermann hat eine Aussage bei Rupert Fabig [Hamburger Abendblatt] get\u00e4tigt, wonach es so einfach nicht reiche und es Verantwortliche gebe, die man da fragen m\u00fcsse.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eDar\u00fcber haben wir nat\u00fcrlich auch geredet. Ich habe heute erst mit Jonas gesprochen. Jonas ist ein richtiger Wettk\u00e4mpfer. Wer ihn kennt, wei\u00df das auch. Der will alles daf\u00fcr tun, um Spiele zu gewinnen. Der stellt sich in den Dienst der Mannschaft, ist aber von der Spielweise her nicht der, der dir mit 25 Punkten den Tag rettet. Das wird er niemals sein, und das ist auch in Ordnung so. Das wissen wir auch. Das k\u00f6nnen wir auch einordnen. Aber er ist in diesem Ding gefangen, und das hat er in bzw. nach dem Spiel, glaube ich, supersuperstark gesp\u00fcrt: \u201aIch will irgendwie helfen, aber ich wei\u00df einfach nicht wie. Ich kann es einfach gerade nicht.\u2018 Und die Frustration hat er dann \u2013 muss man sagen \u2013 etwas unvorsichtigerweise und in einer von so einem Veteranen nicht so richtig klugen Art und Weise auch rausgelassen \u2013 dieses \u201aIch wei\u00df es nicht mehr\u2018, diese Fragezeichen. Aber das ist ein feiner Kerl. Das nimmt ihm keiner krumm. Wir wissen alle, wie er tickt, was er f\u00fcr ein Wettk\u00e4mpfer ist und was er alles investiert. Das ist alles in Ordnung. Klar pickt die Presse das auch auf. Das ist hier einfach so in der Medienstadt Hamburg. Das muss man einfach wissen. Da muss er auch ein bisschen den Job machen und das bei sich behalten, selbst wenn er das so f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Ich merke aber auch wieder: Ich habe schon \u201aWinning Seasons\u2018 erlebt und auch \u201aLosing Season\u2018 erlebt. Ich habe das auch schon drei Jahre gemacht \u2013 und vorher auch. Niederlagen in Folge \u2013 egal wie gut du sie erkl\u00e4ren kannst \u2013 machen irgendwas mit Sportlern. Das nagt an dir. Ich betrachte das immer so; das hat zwei Komponenten: Auf der einen Seite verlierst du das Zutrauen in deine eigene F\u00e4higkeit und zweifelst an dir selber, und auf der anderen Seite ist die gro\u00dfe Gefahr, dass du deinen Mannschaftskollegen nicht mehr vertraust. Das Vertrauen in dich selber, aber auch in die Struktur br\u00f6ckelt so ein bisschen. Das ist das Schwierige, und das m\u00fcssen wir bek\u00e4mpfen. Das geht nur durch harte Arbeit, durch Training und das immer wieder neue Fokussieren. Aber dass Spieler nach so einem Spiel frustriert sind, nicht mehr weiterwissen, ist v\u00f6llig okay. Das sind alles Menschen. Dann k\u00f6nnen wir ein Wort dar\u00fcber sprechen, und dann geht es weiter.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eMan sieht den Spielstil schon in einigen Ans\u00e4tzen: das Tagging-up [spezielles Konzept beim Offensiv-Rebound und f\u00fcr die Transition-Defense], das ihr auch spielen wollt und das auch viele der BBL-Teams in diesem Jahr spielen wollen. Ich glaube, ab dem zweiten Viertel hat es gegen Ulm auch abrupt wieder geklappt, auch wenn sich Ulm vielleicht auch ein bisschen zur\u00fcckgelehnt hat. Aber ich glaube, dann war die Aggressivit\u00e4t schon da: auch in Transition den Ball zu pushen etc. Ich frage mich, ob mit dem Kader, der ja ziemlich klein ist \u2013 auch dadurch, dass Seth Hinrichs den deutschen Pass mindestens vorerst nicht bekommt \u2013, das so durchzuhalten ist \u00fcber eine Saison. Was denkst du dazu?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eIch glaube, dass uns die Nummer mit dem Pass zur\u00fcckgeworfen hat. Das ist so. Damit haben wir nicht gerechnet, dass das so passiert. Aber das ist auch so eine Sache, die wir nicht beeinflussen k\u00f6nnen. Deshalb besch\u00e4ftigen wir uns damit auch gar nicht mehr. Wir nehmen es jetzt so, wie es ist. Gerade dieses Taggen ist sehr speziell. Wir haben damit schon angefangen vor circa zwei Jahren, als Pedro noch hier war. Ich habe es wiedereingef\u00fchrt, als ich die Mannschaft \u00fcbernommen habe. Es ist einfach nur eine Form der Offensiv-Rebound-Arbeit und eine Form der Transition-Defense. Das ist eine Form \u2013 das muss man auch immer mit einkalkulieren \u2013, bei der man mal einen Breakaway-Dunk bekommt.\u201c <\/p>\n<p><strong>LF: \u201eGegen Ulm war es, glaube ich, ein paar mal so. Karim Jallow hatte mal einen.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eJa, genau. Jallow hat mal einen gekriegt. Der von Bretzel war ja noch ein ganz anderes Problem. Das passiert mal. Man muss die Zahlen spielen: Wie viele lange Rebounds bekommst du, und wie viele einfache Punkte bekommst du? Wenn du es richtig machst, kommst du am Ende mit einem Plus heraus. Das ist die Idee. Das ist energiezerrend \u2013 auf jeden Fall. Das ist anstrengend. Wir haben extra eine Mannschaft rekrutiert, die in der Lage ist, diesen Spielstil zu spielen: die j\u00fcnger ist, die energetischer ist und auch die Athletik mitbringt, das auch \u00fcber mehrere Spiele in einer Woche hinzubekommen. Das, was die Menschen in der Halle nat\u00fcrlich nicht sehen, ist, dass der Kader, der auf dem Spielfeld steht, nat\u00fcrlich nicht unser Trainingskader ist. Da kommen noch einige Spieler hinzu. Wir trainieren in der Regel mit vierzehn Spielern. Die f\u00fcllen den Kader auf. Das sind unsere Wedel-Profis und unsere Jugendspieler. Das hei\u00dft, das Load Management in der Woche k\u00f6nnen wir schon ganz gut steuern dadurch. Im Laufe der Saison \u2013 je nachdem welchen Spielstil man spielen m\u00f6chte \u2013 ist sowieso unsere und meine Aufgabe, dass man verschiedene Tempos entwickelt. Das ist die Idee: dass man in der Lage ist, so aggressiv zu spielen, aber dass man auch in der Lage ist, in einem Spiel den Schalter auch mal ein bisschen herunterzudrehen und f\u00fcr zwei Minuten den Fu\u00df vom Gas auch mal etwas runterzunehmen und etwas langsamer zu werden. Das ist die Idee. Das wollen wir entwickeln. Ich gehe aber gern von schwer zu leicht. Ich mache es lieber schwerer am Anfang und reguliere es dann herunter, weil andersrum \u2013 das habe ich auch schon erlebt \u2013 schaffst du es nicht. Man muss den Grundstein legen, aggressiv anfangen, die schwierigste Form w\u00e4hlen, und dann kannst du es von da weiterentwickeln. Gerade mit einer jungen Mannschaft muss das auch so sein.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eEin Problem, das, glaube ich, schon relativ offensichtlich ist, ist, dass ihr keinen richtigen Point Guard habt im Team. Der einzige ist Terrell Gomez, der eigentlich nicht viel Einsatzzeit bekommt und sich schon relativ schwertut. Ist da schon eine M\u00f6glichkeit da, noch eine Verbesserung vorzunehmen? Ich glaube schon, dass das ein Thema bei euch ist, weil ihr jetzt mit einem Spieler, Aljami Durham, dort spielt, der diese Position eigentlich nicht ausge\u00fcbt hat in den letzten Jahren.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eEr hat sie ausge\u00fcbt \u2013 auch im letzten Jahr. Er ist auch ein Point Guard, und ich finde, dass er auch so spielt wie einer. Er ist nat\u00fcrlich eine Form von Point Guard, der einen sehr, sehr starken Zug zum Korb hat und sehr auf diese Rim Finishes aus ist \u2013 nicht der Pick-and-Roll-Computer-Spieler. Das ist auf jeden Fall so. So haben wir ihn aber auch rekrutiert. Das wollten wir auch so machen. Das ist ein Spieler, der sich auf der Position entwickelt.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eDen wollte ich auch nicht kritisieren, sondern eher dass es keinen \u00fcbergeordneten Point Guard gibt.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eDas wissen wir schon. Das sehen wir nat\u00fcrlich auch so. Und Terrell tut sich schwer mit dem Adjustment auf die neue Liga, auf das neue Level. Das darf man auch ehrlicherweise so ansprechen. Er kommt aus Frankreich aus der zweiten Liga, hat ein sehr erfolgreiches Jahr gespielt, hat aber auch einen ganz anderen Spielstil gespielt. Er hat noch zu k\u00e4mpfen mit der Umstellung, macht sich im Training aber auch gut, versucht Details umzusetzen und arbeitet an sich. Und solange wir die Ruhe bewahren und auch da nicht den Panikknopf dr\u00fccken, geht auch da die Entwicklung weiter. Aber ich glaube, man sieht auch von au\u00dfen, dass wir auch vermehrt versuchen, unsere Offense anders zu strukturieren \u2013 nicht nur \u00fcber das Pick-and-Roll, sondern auch den Ball in den Post zu geben, auch Mark Hughes zu benutzen, so ein paar Off-Ball-Situationen zu benutzen, unsere zwei athletischsten Spieler \u2013 Will Christmas und V. J. King \u2013 in Dribble-Hand-offs zu involvieren \u2013, und wir einen anderen Point of Creation haben als nur das Pick-and-Roll. Da m\u00fcssen wir einfach justieren. Auch wenn man da im Sommer eine andere Idee hatte, muss man \u2013 das geht, glaube ich, allen Trainern so \u2013 sehen, wie es dann in der Halle aussieht und darauf reagieren, was man hat und welche St\u00e4rken und welche Schw\u00e4chen man hat. Gerade Olek Dziewa im Post ist eine Sache, die uns unheimlich viel gibt. Da ist eigentlich immer Ruhe. Er hat die Ability, dort zu scoren, ist aber auch ein guter Passer. Vor allen Dingen: Er will auch passen \u2013 selbst gegen Mannschaften wie Paris. Immer, wenn der Ball in den Post kommt, passiert eigentlich etwas Gutes. Das ist auch wichtig f\u00fcr uns, dass wir das wissen.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eGibt es trotzdem die \u00dcberlegung oder die M\u00f6glichkeit, da nachzubessern? Das w\u00e4re wahrscheinlich der achte Import-Spieler. Ich wei\u00df nicht, ob man das noch ohne Abgang machen k\u00f6nnte.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eM\u00f6glichkeiten gibt es immer. \u00dcberlegungen muss es nat\u00fcrlich auch immer geben. Wir analysieren nat\u00fcrlich Schritt f\u00fcr Schritt. Im Endeffekt d\u00fcrfen wir nat\u00fcrlich auch nicht au\u00dfer Acht lassen, dass wir uns schon in einer Ergebniswelt bewegen. Das wissen wir nat\u00fcrlich auch. Wir sind ja auch nicht naiv. Ich glaube, jemanden dazuzuholen, ergibt keinen Sinn. Es k\u00f6nnen ja nur so und so viele spielen. Wenn, dann w\u00e4re das verbunden mit einem Wechsel. Aber das sind Arbeiten, die nat\u00fcrlich alle intern sind. Wenn es dazu kommen sollte, gibt es dazu von uns eine Meldung. Aber jetzt gerade fokussieren wir uns auf das Training.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eIhr habt sehr viele Spieler auf anderen Positionen, die Ballhandling-Aufgaben erledigen k\u00f6nnen. War das mit Terrell Gomez, der vor allem ein sehr guter Werfer war in Frankreich, so geplant, dass er gar nicht so in der klassischen Point-Guard-Rolle sein sollte, oder war das schon die Idee, dass er diese Rolle einnehmen sollte, dass er viel Pick-and-Roll l\u00e4uft etc.?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eEr war vor allem so das Pendant zu Al Durham. Er war der deutlich bessere Werfer, der sich seinen Wurf selbst kreieren kann. Es war schon der Plan, ihn als beides zu nutzen: als Shooting Guard und als Point Guard. Und es ist auch immer noch der Plan. Er ist auch ein Spieler, der in den letzten zwei Jahren vor allen Dingen hart gearbeitet hat, um mehr noch in diese Point-Guard-Rolle zu schl\u00fcpfen, was er am College nicht so viel gespielt hat, aber in seiner Profikarriere \u2013 vor allem im letzten Jahr in Frankreich \u2013 schon. Er ist sehr weiter gewachsen in seine Rolle und kann das auch grunds\u00e4tzlich, aber es ist, wie man sieht, doch ein Lernprozess auch f\u00fcr ihn. Das ist vielleicht das, was vielleicht er selber auch untersch\u00e4tzt hat und was wir vielleicht auch untersch\u00e4tzt haben. Normalerweise ist die zweite franz\u00f6sische Liga schon ein guter Gradmesser. Das ist eine Liga, die der BBL sehr \u00e4hnelt \u2013 auch von der Physis her. Aber man sieht das dann, wenn der Spieler da ist. Jetzt dauert es etwas l\u00e4nger mit dem Prozess, und da m\u00fcssen wir geduldig sein, weiter arbeiten und auch zwischendurch seine St\u00e4rken nutzen. Und die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke ist der Wurf.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eEine Sache, \u00fcber die ich in den Medien [vor allem sozialen] viel gelesen habe, ist die Kaderzusammenstellung. Ich kenne Matt Haufer ganz gut, der euch ja auch geholfen hat. Wie l\u00e4uft bei euch die Kaderzusammenstellung insgesamt ab? Wer ist da eigentlich beteiligt?\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eWir haben sowohl letztes Jahr als auch in diesem Sommer \u2013 vor allem im Fr\u00fchsommer \u2013 mit Matt viel gemacht, der uns als externer Scout den europ\u00e4ischen Basketball in Form von Listen einfach aufgearbeitet hat. Es ist eine Unzahl an Spielern. Da den \u00dcberblick zu behalten, ist fast unm\u00f6glich. Da brauchen wir Experten und Profis, die sich extrem gut auskennen auf dem Level \u2013 und vor allem auf dem Level, auf dem wir Spieler rekrutieren. Das ist ein sehr spezieller Bereich. Wir sind in der Bundesliga, wir haben nicht den gr\u00f6\u00dften Etat. Wir k\u00f6nnen ja nicht nach Gusto Spieler aussuchen, die wir toll finden. So k\u00f6nnen wir nicht vorgehen. Wir m\u00fcssen schon ein wenig in die Nischen reingehen und die Ligen kennen, und da ist Matt einfach unglaublich stark, weil er das Niveau einsch\u00e4tzen kann von den einzelnen Ligen, was ja auch nicht leicht ist. Matt hat da geholfen, es vorzuarbeiten, und dann sind es wir in der Kommunikation: Fabian Vilmeter mit mir und Marvin [Willoughby, Anm. d. Red.]. Wir drei tauschen uns aus. Wir gucken uns die Listen, gucken uns unsere Favoriten an. Wir schauen Spiele, nutzen unser Netzwerk. Wir fragen, wenn wir wirklich jemanden ins Auge fassen, und gucken, dass wir so viel Intel wie m\u00f6glich bekommen \u00fcber die Pers\u00f6nlichkeit, damit wir auch einen guten Menschen verpflichten und nicht nur einen guten Basketballer. Das steht immer im Vordergrund, und so tauschen wir uns aus. Aber in letzter Konsequenz durfte ich schon die Spieler ausw\u00e4hlen, die ich haben wollte. Bei keinem der Spieler, die da jetzt sind, habe ich gesagt: \u201aDen will ich nicht, aber den hat Marvin mir aufgedr\u00fcckt\u2018 Und andersrum auch nicht. Das gibt es ja [andernorts]: Es gibt auch Situationen, in denen der Sportdirektor sagt: \u201aDer ist jetzt dabei, da kannst du nichts gegen machen.\u2018\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eDie Frage wollte ich noch stellen, weil ich glaube, dass es ein bisschen ein falsches Bild in den Medien gibt: dass Marvin Willoughby in den letzten Jahren oft die Spieler aufgedr\u00fcckt hat. Das ist eigentlich nicht so dem nach zu urteilen, was ich so mitbekommen habe.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eNein, das gibt es nicht. Ich kann ja nur f\u00fcr mich sprechen, aber bei allen Trainern, die vorher da waren, gibt es einen Austausch. Aber im Endeffekt ist Marvin ja klug genug, um zu wissen, dass der Trainer mit der Mannschaft arbeiten muss und das zum Trainer passen muss. Es hat ja niemand etwas davon, wenn der Sportdirektor den Spieler gut findet, aber der Trainer damit nichts anfangen kann. Dann werden auch nicht alle gl\u00fccklich. Fabian Vilmeter ist eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung dabei gewesen in den letzten anderthalb Jahren. Der hat noch mal richtig etwas dazugegeben und Knowhow dazugegeben, kennt sich aufgrund seiner T\u00e4tigkeiten mit den Jugendnationalmannschaften nat\u00fcrlich extrem gut im deutschen Nachwuchsbasketball aus. Niklas Krause ist jetzt bei uns, der w\u00e4chst extrem gut in seine Rolle rein. Den hat er ausgegraben, m\u00f6chte man fast sagen. Da muss man wirklich den Hut ziehen. Der kennt sich wirklich richtig gut aus.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eVon den Towers war immer so eine Identit\u00e4t, Spieler hochzubringen. Du bist ja eigentlich auch ein Fall davon, der hochgekommen ist aus dem eigenen Programm. Es ist nat\u00fcrlich jetzt ein anderes Niveau. Justus Hollatz kam auch erst mal in der ProA rein und konnte sich dort hocharbeiten. Aber fehlt es dort zurzeit einfach am Talent, damit jemand den Schritt direkt schaffen k\u00f6nnte? Zum Beispiel Linus Hoffmann war mal drin, weil es zig Verletzungen gab im letzten Jahr.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eJa, der Sprung ist jetzt einfach riesengro\u00df vom Jugendbasketball \u00fcber die dritte Liga zu einem EuroCup-Team. Der Sprung ist wahnsinnig gro\u00df. Die Personalie Justus Hollatz ist wahrscheinlich auch nicht fair f\u00fcr die jungen Spieler, die nachkommen. Das sehen wir ja jetzt auch nachhaltig. Der ist ein besonderes Talent, der nicht einfach jedes Jahr rauskommt \u2013 nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Vereinen in Deutschland. Da kommen Spieler nach. Leif M\u00f6ller ist der n\u00e4chste, der jetzt auch anf\u00e4ngt, seine Minuten zu bekommen nach \u00fcberstandener Verletzung, und der sich da reinarbeitet. Aber der normale Werdegang von einem Bundesligaprofi ist nicht, dass man da so raketenm\u00e4\u00dfig einschl\u00e4gt wie Justus Hollatz. Das ist nicht normal. Da geht es um kontinuierliche Arbeit, den Weg weiterzugehen, sich da reinzuarbeiten, sich dem St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck anzun\u00e4hern. Ich glaube, Leif ist da gerade in einer guten Position, das auch zu tun. Gerade aus den Jahrg\u00e4ngen, die nachkommen \u2013 die 2005er, 2006er vor allen Dingen \u2013, kommen einige sehr spannende Spieler. Hier passiert wirklich viel im Jugendbereich. Ich gucke da immer mal rein in die Teams und sehe sie dann auch. In der Vorbereitung hatten wir in den ersten zwei Wochen viele junge Spieler dabei. Da ist viel dabei und ich freue mich darauf, wenn die oben ankommen \u2013 aber Schritt f\u00fcr Schritt, nichts \u00fcberst\u00fcrzen. Bei Justus war es auch Timing: Wir sind mit Justus zusammen einfach immer weitergewachsen. Es hat alles gepasst.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eMeistens braucht es auch einen Spielerwechsel wie in die ProA und dann geht es erst mal nach oben.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eGenauso stolz wie ich auf Justus bin, dass er jetzt da oben angekommen ist, bin ich jetzt auf J\u00fcrgen Rich [BG G\u00f6ttingen, Anm. d. Red.]. Ich bin unheimlich stolz auf J\u00fcrgen, dass er es jetzt geschafft hat, Bundesligaprofi zu sein. Jetzt hat er den n\u00e4chsten Bundesliga-Vertrag bekommen und versucht sich in G\u00f6ttingen durchzusetzen. Er ist immer so im Kielwasser geschwommen, und \u00fcber den hat niemand gesprochen. Der ist aber auch Profi geworden durch ganz harte Arbeit. Darauf bin auch wahnsinnig stolz, dass er das geschafft hat.\u201c <\/p>\n<p><strong>LF: \u201eAbschlie\u00dfend zu einem au\u00dfersportlichen Thema: Was sind deine Gedanken zum Angriff der Hamas auf Israel? Du hast einen Support-Post bei Social Media gepostet.\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>BB:<\/strong> \u201eDas ist ja immer noch ein sportlicher Rahmen [das Spiel der Towers gegen Hapoel Tel Aviv am 24.10.]. Ohne da jetzt zu politisch zu werden: Dieses Spiel steht nat\u00fcrlich unter extremen Voraussetzungen. Das ist ein ganz besonderes Spiel \u2013 auf so vielen Ebenen. Wir sehen es jetzt schon dadurch, was f\u00fcr eine Polizeipr\u00e4senz n\u00f6tig ist, um dieses Spiel \u00fcberhaupt stattfinden lassen zu k\u00f6nnen \u2013 und so, dass es f\u00fcr alle Beteiligten sicher ist. Da sp\u00fcren wir es schon. Dann spielen wir in einem Spiel gegen israelische Basketballprofis, israelische Trainer, Teambetreuer und Physiotherapeuten. Die sind im Krieg, haben Familie in Israel, die direkt und unmittelbar vom Krieg betroffen ist. Es gibt nichts, was wir tun k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen uns nicht in die Lage versetzen. Niemand kann sich ann\u00e4hernd vorstellen, wie sich das anf\u00fchlt. Das k\u00f6nnen wir nicht. Das Einzige, was wir tun k\u00f6nnen, ist, vielleicht diesen Menschen das Geschenk zu geben, f\u00fcr zwei Stunden ein bisschen Normalit\u00e4t reinzubekommen und ein Basketballspiel zu spielen und sich wirklich auf Basketball zu konzentrieren. Und das kann ein Geschenk sein f\u00fcr diese Menschen. Das ist das, was wir vorhaben. Deshalb haben wir eine Pflicht, unser Bestes zu geben und auch nicht z\u00f6gerlich oder zaghaft zu werden, sondern mit dem gr\u00f6\u00dften Respekt, mit unserem vollen Leistungsverm\u00f6gen in dieses Spiel zu gehen und diesen Menschen dieses Geschenk zu geben, weil ich glaube, es ist unvorstellbar, was da gerade passiert, wie diese terroristischen Anschl\u00e4ge. Es ist kaum in Worte zu fassen, und Krieg ist insgesamt nicht begreifbar, und deswegen ist es das Einzige, was wir machen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>LF: \u201eVielen Dank f\u00fcr deine Zeit.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der Partie der Veolia Towers Hamburg nahm sich Towers-Headcoach Benka Barloschky Zeit, um ausf\u00fchrlich \u00fcber verschiedene Themen zu sprechen. Das 35 Jahre junge Towers-Urgestein blickt auf seinen Werdegang zur\u00fcck, spricht \u00fcber den schwierigen Saisonstart, die Entwicklung des Klubs und \u00fcber das morgige Spiel mit ganz speziellen Vorzeichen gegen Hapoel Tel Aviv. 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